"Die Stadtmaus und die Feldmaus - oder: Gut leben statt viel haben"
Nach einer Fabel von Aesop geschrieben von Heidi Heusch, Liedtexte und Musik von Reinhard Kilian
Das umweltpädagogische Theaterstück "Die Stadtmaus und die Feldmaus - oder: Gut leben statt viel haben" wurde im Rahmen der "Förderung innovativer Projekte zur Lokalen Agenda 21 in Baden-Württemberg" vom Ministerium für Umwelt und Verkehr als vorbildliches Projekt 1999 ausgezeichnet.
Zum Inhalt
Die Stadtmaus, Prototyp einer konsumsüchtigen Großstadt-Tussi und gerade mal wieder per Auto unterwegs zwischen Fitness-Studio und Einkaufscenter, macht einen kurzen Zwischenstopp bei ihrer Kusine, der Feldmaus. Zwei Welten treffen im Dialog aufeinander: Das bescheidene Leben der Base zwischen Strohballen und Schafen ist der Stadtmaus absolut unbegreiflich. Um mal zeigen zu können, was ihrer Meinung nach ein tolles Leben ist, lädt sie ihre Kusine zu einem Gegenbesuch in die Glitzerwelt der Stadt ein.
Aber alle Überredungskünste helfen nicht. Die Feldmaus lehnt sämtliche Lockangebote ab, kehrt der Leuchtreklame durchtränkten City frustriert den Rücken und radelt heim. Lisbeth, ihre Tochter, gibt sich kämpferischer. Zwar denkt sie nicht ganz so alternativ wie ihre Mutter, aber die Zerstörung der Umwelt will sie auf keinen Fall hinnehmen. Deshalb fordert sie Rudi, den ökoignoranten Sohn der Stadtmaus auf, sich von Walkman und Glotze wegzubewegen in Richtung der immer größer werdenden Müllberge, will ihm die medienverklebten Augen öffnen und drückt ihm einen Besen in die Hand, was bedeuten soll: Kümmer dich gefälligst auch um die Umwelt! Doch Rudi lupft nur träge und widerwillig seinen Hintern. Seine Welt ist das Internet, was vor der Haustüre abgeht sieht er nicht. Wütend über so viel Ignoranz zaubert Lisbeth ein Müllmonster herbei, das ihm den virtuellen Garaus machen soll. Doch da greift Aesop, wie in der klassischen griechischen Tragödie als "deus ex machina" ins Geschehen ein. Angst machen vor der Zukunft, das gilt auch bei so Typen wie Rudi nicht.
Welche Vorschläge er für eine lebenswerte Zukunft hat, das erfahren Sie am Schluss des Theaterstückes.
Umsetzung in XHTML & CSS: Gerhard Schoening